Therapie statt Strafe § 35 BtMG

Therapie statt Strafe § 35 BtMG
Therapie statt Strafe

Im Drogenstrafrecht ermöglicht der Gesetzgeber die Besonderheit, eine Strafe durch eine Therapie zu ersetzen. Die Grundlage hierfür findet sich im § 35 Betäubungsmittelgesetz (BTMG), dieser Paragraf regelt die sogenannte Zurückstellung der Strafvollstreckung für Abhängige von Betäubungsmitteln (BTM). Rechtsanwalt Marc Wederhake versucht bei Verfahren in München vielfach, auf diese Option hinzuwirken. Für den Angeklagten bedeutet sie zum einen Haftvermeidung. Zum anderen kann er in einer professionellen Therapie seine Abhängigkeit von Drogen überwinden.

Die Voraussetzungen für eine Therapie

Der § 35 BTMG legt detailliert fest, wann die Zurückstellung der Strafvollstreckung infrage kommt. Zwei Punkten kommt eine besonders wichtige Bedeutung zu: Erstens darf die zu verbüssende Rest-Freiheitsstrafe bei nicht mehr als zwei Jahren liegen. Zweitens müssen die Straftaten im Zusammenhang mit der BTM-Abhängigkeit stehen. Dabei kann es sich um Straftaten im Drogenstrafrecht handeln, zum Beispiel um Straftatbestände nach § 29 im Betäubungsmittelgesetz. Dazu zählen der Handel und die Einfuhr von BTM. Das Modell „Therapie statt Strafe“ beschränkt sich aber nicht nur auf das Drogenstrafrecht, der § 35 BTMG lässt sich auch bei typischer Beschaffungskriminalität wie Einbrüchen anwenden. Darüber hinaus muss sich der Mandant von Rechtsanwalt Marc Wederhake bereits in einer geeigneten Therapie in München beziehungsweise anderswo befinden oder nachweisen, dass er sich bald in eine Behandlung begibt.

Was Rechtsanwalt Marc Wederhake leistet

Der in München tätige Rechtsanwalt Marc Wederhake arbeitet oftmals bereits im Prozess auf diese Möglichkeit im Betäubungsmittelgesetz hin. So legt er dar, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Straftat und BTM-Abhängigkeit existiert. Das liegt nicht immer klar auf der Hand, in einigen Fällen muss der Rechtsanwalt das Gericht davon überzeugen. Bestenfalls hält der Richter diese Tatsache im Urteil fest. Dann fällt es leichter, anschließend erfolgreich die Zurückstellung der Strafvollstreckung zu beantragen.